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Visitenwagen optimiert den medizinischen Alltag

Mobiler, digitaler, sicherer und effizienter: So lauten die Schlagworte der modernen medizinischen Versorgung. Wie man diesen Anforderungen mittels intelligenter Technologie im medizinischen Alltag praktisch gerecht wird, zeigt das Bonifatius Hospital in Lingen, einer Einrichtung der St. Bonifatius Hospitalgesellschaft e.V. Dort fungiert der AMiS-Visitenwagen von Alphatron als vollständig ausgestatteter mobiler IT-Arbeitsplatz, der sich zusätzlich durch medizintechnische Extras erweitern lässt.

Die Arbeit mit einem Visitenwagen war für die Stationsteams im Bonifatius Hospital keine neue Erfahrung, bereits seit 2007 war das Modell eines anderen Anbieters im Einsatz. „Nach so vielen Jahren war es Zeit für einen Wechsel, nicht zuletzt, weil sich technologisch in den letzten Jahren extrem viel getan hat“, erläutert Matthias Lammers, IT-Leiter des Bonifatius Hospitals, die Entscheidung für einen kompletten Austausch der gesamten „Flotte“. Rund 80 AMiS-Wagen bewegen sich aktuell über die Stationsflure, das entspricht einem Verhältnis von einem Wagen pro Pflegekraft pro Schicht. Bei einem solchen Investitionsaufkommen liegt es auf der Hand, dass die eingesetzte Technologie vor der Anschaffung auf Herz und Nieren geprüft wurde.                                                             

 


Schon während der Visite können Aufträge, beispielsweise für Laboruntersuchung, direkt über das KIS generiert werden. Das spart Zeit und reduziert die Fehlerquote.

Wendig und voll funktionsfähig
Maßgeblich an der Entscheidung für die AMiS Wagen beteiligt waren darum die Pflegekräfte selbst. Über einen Monat hinweg wurde das Gerät auf einer Pilotstation getestet – und letztlich für gut befunden. „Entscheidend für den praktischen Einsatz ist die Ergonomie eines Visitenwagens. Er muss leicht höhenverstellbar und wendig sein und sollte gleichzeitig ausreichend Arbeitsfläche bieten. Ein weiterer Fokus unserer Beurteilung lag auf der Hygiene: Sowohl der Wagen, als auch die Tastatur, die Maus und der Monitor mussten gut und einfach zu desinfizieren sein, das war bei dem Vorgängermodell nur eingeschränkt der Fall. Und schließlich lag das Augenmerk auf der Akkuleistung. Die bis dato im Einsatz befindlichen Geräte kamen gerade einmal etwa zwei Stunden ohne Stromverbindung aus, der AMiS hingegen hat eine Akkulaufzeit von 12 bis 14 Stunden und überdauert damit eine Stationsschicht“, erklärt Christiane Neehoff-Tylla, Pflegedienstleiterin in dem Lingener Krankenhaus.

Der AMiS Visitenwagen überzeuge nicht nur in Sachen Handhabung, sondern auch in Bezug auf die technologische Ausstattung. In dem handlichen Wagen verbirgt sich nämlich die Technologie eines vollausgestatteten Arbeitsplatzes inklusive vollständiger Anbindung an das KIS, das PACS und alle weiteren relevanten IT-Systemen. Das erleichtert zum einen die Dokumentation, beispielsweise während der Patientenaufnahme, weil Daten nur einmal erfasst werden müssen und die lästige Datenübertragung entfällt. Zum anderen werden Routineprozesse einfacher und sicherer, wie Matthias Lammers erläutert: „Schon während der Visite können Aufträge, beispielsweise für Laboruntersuchung, direkt über das KIS generiert werden. Das spart Zeit und reduziert die Fehlerquote. Der Visitenwagen ist auch mit einem Scanner ausgestattet, so dass Apothekenbestellungen und ähnliches per Scan direkt dem Patienten zugeordnet werden können.“
                                                            


Potenzial für digitale Perspektiven
Mit der Abbildung der bestehenden Softwarestruktur auf dem mobilen Arbeitsplatz sind die Möglichkeiten der Technologie jedoch noch nicht ausgeschöpft. Die Pläne des Bonifatius Geschäftsführes Martin Diek gehen weit darüber hinaus: „Mit Blick auf die Digitalisierung der medizinischen Prozesse unseres Hauses haben wir bereits 70 Prozent der Wegstrecke geschafft, weitere 20 Prozent werden wir innerhalb des nächsten Jahres schaffen – auch mithilfe des neuen Visitenwagens, der neben der Digitalisierung natürlich in erster Linie die Mobilität in der Versorgung vorantreibt. Ein höherer Digitalisierungsgrad und mehr Mobilitätgehen bei uns also Hand in Hand, womit wir sozusagen zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.“

Konkret sind als nächste Schritte das Medikamentenmanagement via Scanvorgang sowie die Digitalisierung des Kurvenblatts geplant. Erstere Maßnahme wird dazu beitragen, dass die Risiken einer Fehlmedikation drastisch reduziert werden. Letzteres wird den Workflow noch einmal nachhaltig optimieren und die Dokumentation wesentlich vereinfachen. „Wenn Blutdruck, Puls und Temperatur direkt am Patientenbett digital eingepflegt werden können, ist das für die Pflegekräfte eine Zeitersparnis, auch, weil die digitalen Daten dann später auf Knopfdruck und ortsunabhängig verfügbar sind“, freut sich Christiane Neehoff-Tylla.

      

Die Gedanken aller Beteiligten gehen weiter, zum Beispiel in Richtung einer volldigitalisierten Medikation über den Visitenwagen oder dahingehend, Medizintechnikgeräte direkt an den Wagen anzuschließen. So prüft die IT des Hauses aktuell, ob beispielsweise die mobilen EKGs oder die mobilen Geräte zur Lungenfunktionsmessung direkt in den mobilen AMiS-Arbeitsplatz integriert werden können. „Diese Flexibilität bieten wir in Bezug auf die herstellerneutrale Integration von Technologien“, kommentiert Harlad Verloop. „Darum sind wir für die Anregungen unserer Kunden auch offen und freuen uns, wenn wir gemeinsam mit den Anwendern das Produkt weiterentwickeln können. Die einzige Limitation, die wir dabei haben ist, dass die Mobilität des AMiS nicht eingeschränkt werden darf“, erläutert der Director von Alphatron Medical Systems B.V. mit Hauptsitz in den Niederlanden. „Konkret bedeutet das, dass beispielsweise die Netzspannung passen muss oder dass der Energieverbrauch eines Gerätes sich nicht negativ auf die Akkuleistung auswirkt.“

Vorbildlicher Service und gute Teamarbeit
Projekte wie diese lassen sich in der Praxis nur dann erfolgreich umsetzen, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Und auch hier zeigen sich die Verantwortlichen des Bonfiatius Hospitals zufrieden: „Mit Alphatron haben wir einen Partner, der mit uns auf Augenhöhe agiert und sich intensiv mit unseren Ideen und Anregungen auseinandersetzt. Außerdem ist der Service wirklich exzellent, was insbesondere für die IT-Abteilung eine enorme Arbeitsentlastung darstellt und letztlich ein weiteres überzeugendes Kriterium für die Entscheidung pro Alphatron war“, ergänzt Matthias Lammers.

Einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen der Umstellung der rund 80 Visitenwagen leisteten die Pflegekräfte auf der Pilotstation, die sich während der Testphase viel Zeit nahmen, um die Vorteile des Systems im praktischen Alltag zu überprüfen. „Die Rolle der Anwender während eines solchen Einführungsprozesses ist nicht zu unterschätzen, denn letztlich sind sie diejenigen, die mit der Technologie tagtäglich umgehen müssen. Entsprechend braucht es engagierte Mitarbeiter, die Innovationen und Veränderungen gegenüber positiv gestimmt sind, nur dann lassen sich die maximalen Mehrwerte aus einer neuen Technologie herausarbeiten. Und dieses Privileg hatten wir hier in der Klinik, weshalb der AMiS jetzt im Regelbetrieb seine Vorteile voll ausspielen kann,“ resümiert die Pflegedienstleiterin Christiane Neehoff-Tylla.