Referenzen


 

5000ste AMiS Visitenwagen in der DIAKOVERE

Digitalisierung leicht gemacht

In Sachen Digitalisierung sind die Einrichtungen der DIAKOVERE recht weit – zumindest, was die ärztlichen Prozesse betrifft. Ob Befundungen, Messungen, Dokumentation oder OP-Planungen: Nahezu jeder Arbeitsbereich wird durch den Einsatz einer Software unterstützt und vereinfacht. Nur im Pflegebereich haperte es bisher, Papierakten und -dokumentationen waren gang und gäbe. Dieser Medienbruch zwischen ärztlichen und pflegenden Mitarbeitern wird nun gekittet – und der AMiS Visitenwagen ist dabei Dreh- und Angelpunkt.

 

Ins Rollen brachte diese Entwicklung ein relativ kleines Steinchen: Der Wunsch der Ärzte nach einer digitalen Fieberkurve. Michael Hellmich, Mitarbeiter der IT-Abteilung, sollte eine Lösung für die Umsetzung finden, erkannte aber schnell, dass es damit allein nicht getan war: „Die Ergebnisse unserer Analyse, die wir zu diesem Zweck durchführten, brachte die Digitalisierungslücken in der Pflege sehr deutlich ans Licht. Die Fieberkurve war in diesem Zusammenhang das geringste Problem. Vielmehr wurden generell die Möglichkeiten des KIS nur rudimentär ausgereizt. Unser Ziel bestand also darin, die Krankenschwestern- und Pfleger davon zu überzeugen, die Papierakte beiseite zu legen und auf die digitale Dokumentation umzusteigen.“  

 

 

Wenn schon digital, dann auch mobil
Die Akzeptanz eines solchen Vorhabens steht und fällt mit der Schulung und dem Arbeitskomfort. Erscheint ein neuer Prozess zu kompliziert, wird er in der Praxis auch nicht umgesetzt. „Darum kam uns die Idee, die Pflege nicht nur digitaler, sondern auch mobiler zu machen. Und so kamen die Visitenwagen ins Spiel“, erklärt Michael Hellmich, der bei früheren Arbeitgebern bereits Erfahrungen mit mobilen Visitenwagen gesammelt hatte.

Auf die allein wollte er sich jedoch nicht verlassen und so durften die Pflegekräfte und Ärzte im Rahmen einer Umfrage ihre Wünsche an die neuen Begleiter äußern. Das Ergebnis: Stabil sollten sie sein, höhenverstellbar, leicht zu reinigen, leichtgängig und mit guter Akkuleistung. Hinter jeden dieser Punkte lässt sich beim AMiS ein Haken setzen: Er ist extrem robust, über einen Hebel einfach in der Höhe zu verstellen, verfügt über eine Akkulaufzeit von 12 Stunden und – auch nicht unwichtig – sieht wirklich chic aus. Die All-in-One Hardware ist außerdem extrem unempfindlich was Feuchtigkeit und Erschütterungen betrifft.


Die Erfahrungen bei der Einführung auf den ersten Stationen waren durchweg positiv, der Widerstand aufgrund der überzeugenden Technik und guten Schulung gering.“

In einer achtwöchigen Testphase wurden schließlich jeweils zwei Wagen eines Anbieters parallel getestet. Danach fiel die Entscheidung für den AMiS Visitenwagen von Alphatron nicht mehr schwer. Nach einer Pilotphase im Jahr 2017, während der Michael Hellmich als IT-Teilprojektleiter gemeinsam mit den Kollegen aus der Pflege, Christian Bösch, und Dr. Klaus Beindorff , Oberarzt, die Konfi gurationen anpasste, beginnt in diesem Jahr der komplette Roll-out. Das bedeutet: Jeden Monat werden zwei Stationen der drei DIAKOVERE Standorte mit jeweils drei AMiS Visitenwagen inklusive All-in-One Hardware ausgestattet. Bei 54 Stationen bedeutet das eine Projektdauer von mehr als zwei Jahren und den Einsatz von mehr als 160 Visitenwagen. Dr. Beindorff sieht dem gelassen entgegen, denn: „Wir haben aus früheren IT-Projekten gelernt, dass die Einführung mithilfe von Keyusern nicht gut funktioniert. Darum begleiten wir die Stationen täglich über einen kompletten Monat und stehen Ärzten und Pflegern jederzeit zur Seite. Die Erfahrungen bei der Einführung auf den ersten Stationen waren durchweg positiv, der Widerstand aufgrund der überzeugenden Technik und guten Schulung gering.“   


SSO: Karten auflegen und los
Aber was genau hat sich geändert, dass sowohl Ärzte als auch Pflegekräfte auf Anhieb überzeugt von AMiS waren und die Funktionalitäten des KIS zur digitalen Dokumentation nun voll ausschöpfen? Zum einen, war die Ausstattung mit Computerarbeitsplätzen vorher mit zwei Computern pro Station nicht optimal. Zum anderen greifen die Mitarbeiter über die Virtualisierungsplattform Citrix direkt auf ihren Arbeitsplatz zu – egal, ob sie im Arzt- oder Stationszimmer oder am AMiS Wagen arbeiten. Das spart Zeit, weil nicht bei jeder Anmeldung neu zu einem bestimmten Punkt navigiert werden muss.


Zeitersparnis zählt mit zu den wichtigsten Vorteilen bei der Umstellung auf digitale Prozesse. Mit dem im AMiS integrierten SSO spielen wir diese Karte gleich doppelt aus. Einerseits, weil die Eingabe direkt am Wagen erfolgt, den die Pflegekraft immer bei sich hat. Andererseits, weil das Ein-  und Ausloggen so einfach ist.

Die DIAKOVERE Mitarbeiter profitieren aber noch von einer weiteren Besonderheit, die durch die Kooperation von Alphatron mit Imprivata möglich wird: Dem Single-Sign-On (SSO). SSO erleichtert die Anmeldung an einen Arbeitsplatz, weil die Eingabe eines Anmeldenamen und Passworts entfällt. Stattdessen dient ein Token, ein Fingerabdruck, ein Mitarbeiterausweis oder sogar ein Irisscan zur Identifikation. In den Häusern der DIAKOVERE legen die Mitarbeiter ihre Zeiterfassungskarte auf ein markiertes Feld des Visitenwagens und schon können sie auf ihren Arbeitsplatz zugreifen. Dieser Vorgang dauert keine 20 Sekunden, ist also schneller als das Aufschlagen der richtigen Seite in der Papierakte. „Zeitersparnis zählt mit zu den wichtigsten Vorteilen bei der Umstellung auf digitale Prozesse. Mit dem im AMiS integrierten SSO spielen wir diese Karte gleich doppelt aus. Einerseits, weil die Eingabe direkt am Wagen erfolgt, den die Pflegekraft immer bei sich hat. Andererseits, weil das Ein-  und Ausloggen so einfach ist“, erklärt der IT-Experte.

Mehrwerte für Patienten, Pfleger und Ärzte
Auf den Stationen, auf denen AMiS tagtäglich bereits „mitläuft“, haben sich zahlreiche Prozesse verbessert, wie Dr. Beindorff betont: „Für die Ärzte ist es eine Erleichterung, digitale Anordnungen vorzunehmen. Außerdem vermeiden wird Übertragungsfehler, haben keine Probleme mehr mit der Leserlichkeit von Informationen und können immer sicher sein, alle zu einem Patienten gehörenden Daten aktuell vorliegen zu haben. Bei der Visite nutzen wir AMiS auch, um die Patienten mit einzubinden und ihnen zum Beispiel Röntgenbilder zu zeigen. Das kommt extrem gut an.“ Ach ja: Und die Fieberkurve ist nun auch digital.

 
Über DIAKOVERE

DIAKOVERE ist ein diakonisches Gesamtunternehmen in evangelischer Tradition aus Annastift, Henriettenstift und Friederikenstift mit Sitz in Hannover. Als größtes frei gemeinnütziges Unternehmen Norddeutschlands im Gesundheits- und Sozialbereich beschäftigt DIAKOVERE 4.600 Mitarbeitende bei einem Jahresumsatz von 330 Millionen Euro. Zu den Hilfefeldern zählen drei große Krankenhäuser einschließlich einer Rehabilitationseinrichtung für Schwerunfallverletzte, in denen jährlich rund 57.000 stationäre Patienten und 103.000 ambulante Patienten versorgt werden, daneben Einrichtungen der Jugendhilfe, der Altenhilfe, ambulante Pflegedienste mit Palliativmedizin und Hospiz und die Assistenz von Menschen mit Behinderung.

5.000 AMiS: Jubiläum in Hannover
Bei der Einführung des AMiS Visitenwagen im DIAKOVERE gab es ordentlich was zu feiern: Einer der mehr als 260 Wagen, den die Hannoveraner in den nächsten Monaten einführen werden, war der 5.000, den Alphatron auslieferte.